… healthStyle 01|2024

von | Mai 30, 2024 | Meine Artikel | 0 Kommentare

Mein Artikel in der Healthstyle

Es ist der 14. Dezember 2023, 8.30 Uhr. Obwohl es nur noch 10 Tage bis zum Heiligen Abend sind, bin ich noch nicht in Weihnachtsstimmung. Wie auch? Viel zu viel hängt von diesem Termin ab, auf den sich die letzten 2 Wochen zugespitzt haben. Ich sitze im Wartezimmer meines Onkologen. 

Weihnachten 2017 entdeckte ich an meiner linken Brust einen verdächtigen Knoten. Anfang Januar 2018 erhielt ich die traurige Gewissheit: Diagnose Brustkrebs. Dabei war ich erst Anfang 40. Da sollte Gesundheit selbstverständlich sein, oder nicht?

“Hallo Frau Driesch, wie geht es Ihnen?”, öffnet sich endlich die Türe. “Ausgezeichnet, und Ihnen?” 

Es gehe ihm gut. Sein Job mache ihm immer noch sehr viel Spaß, weil die aktuellen wissenschaftlichen Erfolge in der Krebsforschung allen Grund zur Hoffnung geben.  Gleichzeitig, seine Stimme wird wehmütiger, erkranken leider immer mehr Menschen an Krebs. Er fährt fort: Das Problem ist, dass wir in Deutschland zu wenig Onkologen haben. Irgendwann wird das zu einem Problem werden.

Plötzlich platzt es aus mir heraus: 

Natürlich freue ich mich, dass die Wissenschaft vorankommt und damit Leben rettet, wie meins. Aber wir sollten uns nicht darauf ausruhen! Schlechte Ernährung, wenig Bewegung und sich am Ende eines stressigen Arbeitstages mit einem Rotwein belohnen, weil wir ja wissen, dass die Medizin es schon richten wird. Wie wunderbar wäre diese Welt, wenn wir uns selbst mehr um unsere Gesundheit kümmern würden und wenn wir dann doch mal krank werden, uns die Medizin unter die Arme greifen würde? Ich denke, wir sollten von beiden Seiten arbeiten! Sie haben recht, Frau Driesch. Und ich wünschte, das würden mehr Menschen so sehen, wie Sie. Aber viele Menschen möchten diese Verantwortung gar nicht tragen. Ich könnte mich mit Ihnen Stunden darüber unterhalten, aber der nächste Patient wartet bereits, also fangen wir mit ihrem Jahrescheck an.

Abschließend sagt er die schönsten Worte dieser Welt: 

Frau Driesch, Sie sind gesund! Das war Ihr letzter Termin. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie mehr einen Onkologen brauchen. 

Ja, das wünsche ich mir auch! Aber es soll nicht nur bei dem frommen Wunsch bleiben. Meine Devise heißt: 
Nach der Krankheit kommt die Prävention!

Die Anzahl der Krebserkrankungen steigt stetig an. 
Der Chemomarkt ist sicherlich ein Markt der Zukunft! Aber verspricht sie jedem eine Zukunft?

In Deutschland erkrankt mittlerweile jede 8. Frau an Brustkrebs! Eine unfassbar hohe Zahl, wie ich finde.

Und was machen wir damit? Überall hören wir den Ratschlag: Geht rechtzeitig zur Vorsorge! Damit sind im Volksmund die ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen gemeint. 

Vorsorge kann Leben retten, denn im Allgemeinen gilt, je eher Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen.

Ich war immer zuverlässig bei den Vorsorgeuntersuchungen meines Frauenarztes. Die letzte war im September und im Dezember habe ich den Knoten bei einer zufälligen Handbewegung selbst entdeckt. Vorsorge alleine wird Leben also nicht retten. Meiner Meinung nach, erklären wir es zu schnell für normal, dass jede 8. Frau erkrankt. Das ist jetzt nun mal so. Das müssen wir so hinnehmen und nur regelmäßig zum Arzt laufen, damit wir die Krankheit frühzeitig erkennen und die Heilungschancen erhöhen. Ist das die Lösung?

Die drei häufigsten Krebsarten in Deutschland sind Brustkrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs. 

In unter 10 % aller Brustkrebserkrankungen ist die Ursache genetisch bedingt. Aber was ist mit den anderen Minimum 90 %?

Experten schätzen, dass ein Drittel aller Darmkrebsfälle durch eine gesündere Lebensweise vermeidbar gewesen wären. 

Das Rauchen gilt als Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs.  Vier von fünf Lungenkrebstodesfällen sind auf das Rauchen zurückzuführen. (Quelle:OnkoInternetportal)

Drei Fakten, die zeigen, dass Gesundheit zu einem großen Teil in unseren Händen liegt, ohne es zu wissen! Zeit, dass du ändern!

Was ist eigentlich Gesundheit?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte Gesundheit im Jahre 1946 als “einen Zustand des vollkommenen geistigen, körperlichen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheiten und Gebrechen.”

Gesundheit ist also so viel mehr als nur “nicht-krank” zu sein!

Weiterhin nennt die WHO die folgenden sieben Grundbedingungen, die entscheidend dazu beitragen, Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen:

  1. Ein stabiles Selbstwertgefühl
  2. Ein positives Verhältnis zum eigenen Körper
  3. Freundschaft und soziale Beziehungen
  4. Eine intakte Umwelt
  5. Sinnvolle Arbeit und gesunde Arbeitsbedingungen
  6. Gesundheitswissen und Zugang zur Gesundheitsversorgung
  7. Eine lebenswerte Gegenwart und die begründete Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft.

Ein stabiles Selbstwertgefühl

Was hat das Selbstwertgefühl mit Gesundheit zu tun? 

Und wieso sagt einem das kein Arzt? So meine erste Reaktion! 

Heute, sechs Jahre später, bin ich davon überzeugt, dass die Art und Weise, wie wir über uns denken, nicht nur einen sehr großen Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen kann, sondern auf unser gesamtes Leben. 

Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl…

  • … können besser mit Stress umgehen. Dauerhafter Stress gilt als einer der Hauptstressoren, die sich negativ auf unser Immunsystem auswirken. 
  • haben einen gesünderen Lebensstil, weil sie bessere  Entscheidungen bezüglich ihrer Ernährung und ihrer Bewegung treffen und gleichzeitig schädigende Verhaltensweisen, wie etwa das Rauchen oder den Alkoholkonsum, vermeiden.
  • führen glücklichere und gesündere Beziehungen, weil sie den Mut haben, ihren Standpunkt zu vertreten und auch mal “nein” zu sagen. Nicht umsonst sprechen wir von einem “gesunden Egoismus”. 

Die Weichen für ein gesundes Selbstwertgefühl werden in unserer Kindheit gestellt. Neben unseren genetischen Voraussetzungen spielt das Umfeld, in dem wir aufwachsen, eine tragende Rolle. Fühlten wir uns willkommen und bedingungslos geliebt, dann hatten wir gute Chancen ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. 

Wurde uns Liebe jedoch nur als “Tausch” gegen gute Leistungen geschenkt, ist die Gefahr groß, dass wir uns im Laufe unseres Lebens mehr über unser “TUN” identifizieren als über unser “SEIN”. So haben wir es schließlich gelernt. Diese Erfahrung ruft in vielen Menschen ungeliebte Persönlichkeitsanteile, wie den inneren Perfektionisten bzw. der inneren Perfektionistin oder den inneren Kritiker bzw. der inneren Kritikerin auf den Plan, die uns das Leben oft unnötig schwer machen. 

Die gute Nachricht lautet: 

Für ein gesundes Selbstwertgefühl ist es nie zu spät!

Der erste Schritt zu mehr Selbstwertgefühl ist die Entscheidung, mehr Selbstwertgefühl entwickeln zu wollen. 

Die Möglichkeiten und deshalb auch Chancen sind heute größer denn je, denn während früher viele Menschen den Gang zum Psychologen scheuten, gibt es heute wirklich gute Life-Coaches, die einem dabei helfen können, ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen. 

Die schwierigste Frage ist dabei nicht, welcher Coach gut oder schlecht ist, sondern welcher Coach der oder die Richtige für mich ist?

Ein positives Verhältnis zum eigenen Körper

Haben Sie ein positives Verhältnis zu Ihrem Körper? 

Wieviele Menschen finden ihren Körper noch schön? 

Die zunehmende Anzahl der Schönheitsoperationen spricht eine deutliche Sprache. 

Es mangelt uns oft an dem körperlichen Selbstwertgefühl. 

Wenn die Nase gerade ist, dann bin ich glücklich. 

Wenn die Lippen fülliger sind, dann bin ich glücklich. 

Wenn die Brüste praller sind, dann bin ich glücklich. 

Uns fehlt das Bewusstsein, dass unser Körper ein wahres Wunderwerk ist, das täglich 24 Stunden Präzisionsarbeit für uns verrichtet. 

Leider wissen die Wenigsten, wo im Körper welche Organe angesiedelt sind. Viele Menschen haben das Verhältnis zu ihrem Körper verloren. 

Wann treffen wir heute noch Entscheidungen aus dem leisen Kribbeln des Bauches heraus? Bei vielen ist das Bauchgefühl erloschen. Wir entscheiden aus dem Verstand heraus – wir sind kopfgesteuert.  

Freundschaft und Soziales

In welchem Umfeld leben Sie? Fühlen Sie sich geliebt und geborgen? Können Sie mit Sorgen nach Hause kommen in dem Gefühl aufgefangen zu werden?

Oder warten dort noch mehr Erwartungen, die den Druck zusätzlich erhöhen? 

Ich nehme gerne das Beispiel der Tankstelle.

Wenn Sie sich nach einem Gespräch leer fühlen, dann waren Sie die Zapfsäule und jemand ist mit Ihrer Energie davongefahren. 

Gesunde Beziehungen gleichen einer Solar-Tankstelle: 

Sie haben Energie gegeben, ohne sie zu verlieren. 

Schau einfach mal bewusst hin, wie sich dein Körper nach Gesprächen oder nach einem Treffen mit vermeintlichen Freunden anfühlt. Menschen, die dir permanent Energie entziehen, gefährden deine Gesundheit. 

Ich vergleiche menschliche Beziehungen mittlerweile wie mit einer Zugreise: Menschen steigen dazu, man hat eine schöne Zeit zusammen, aber es ist völlig okay, wenn sich manche Wege wieder trennen. Kein Grund, sich deshalb wertlos oder abgelehnt zu fühlen. Voraussetzung dafür ist ein stabiles Selbstwertgefühl.

Eine intakte Umwelt

Die Natur besitzt eine ungeahnte Kraft, die unsere Gesundheit maßgeblich beeinflussen kann. Diese Kraftquelle zapfen wir viel zu wenig an, weil wir andere Dinge zu einer höheren Priorität machen. Dabei kann ein Spaziergang im Wald wahre Wunder bewirken. Bäume kommunizieren miteinander, indem sie chemische Verbindungen ausstoßen. Auf diese Weise warnen sie sich gegenseitig vor eventuellen Schädlingen. Sie fordern einander auf, das Immunsystem nach oben zu fahren. Forscher der Nippon Medical School in Tokio haben herausgefunden, dass auch Menschen auf diese sogenannten Terpene reagieren und sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen, die für die körpereigene Abwehr wichtig sind, vergrößern kann. Aus diesem Grund wird auch vom Waldbaden gesprochen. 

Wie oft nutzen Sie die Kraft der Natur? 

Sinnvolle Arbeit und gesunde Arbeitsbedingungen

Die Arbeit bedeutet in erster Linie Existenzsicherung. Darüber hinaus erhalten wir durch unsere Arbeit Wertschätzung, Bestätigung und das Gefühl der Zugehörigkeit. Zahlreiche Studien belegen, dass der Mensch die Arbeit für sein Wohlbefinden braucht. 

Gleichzeitig wird heutzutage jeder Vierte berufsunfähig. Im Jahr 2021 waren knapp 30 Prozent aller Berufsunfähigkeitsfälle auf psychische Leiden, darunter Burn-out und Depressionen, zurückzuführen. 

(Quelle: Gesamtverband der Versicherer)

Unsere technischen Errungenschaften sind Freud und Leid zugleich, denn die ständige Erreichbarkeit via Smartphone wird zunehmend als stressig empfunden. Finanzielle Sorgen zählen ebenfalls zu den Hauptverursachern psychischer Erkrankungen. 

Gerade weil der Job die Grundlage unserer Existenz ist, fehlt uns häufig der Mut zur Veränderung, selbst dann, wenn wir die Notwendigkeit verspüren. Der Verstand sieht das Risiko des Existenzverlustes höher an als die Chance auf eine Arbeit, die uns wirklich Spaß bereitet. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ich fühlte mich lange Zeit in der Versicherungsbranche gefangen. Heute habe ich das nötige Selbstvertrauen, um zu wissen, dass es für mich immer weitergehen wird, selbst wenn ich kurzfristig einmal scheitern sollte. 

Gesundheitswissen und Zugang zur Gesundheitsversorgung

Um gesund zu bleiben, müssen wir mehr von dem tun, was unsere Gesundheit fördert und weniger von dem, was ihr schadet. 

Das setzt voraus, dass wir wissen, welche Einflussfaktoren es auf die Gesundheit gibt. 

Hier sehe ich die Chancen vor allem in gesunder Ernährung, ausreichender körperlicher Bewegung und Entspannung. 

Herzkrankheiten stehen an der Spitze der Todesursachen. In Deutschland sterben jährlich über 100.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Als Risikofaktoren gelten z.B. erhöhte Blutfette, Bewegungsmangel, Übergewicht, Bluthochdruck und Nikotinkonsum. Alles Faktoren, die wir selbst beeinflussen können. Mit Sport kann man das Risiko eines Herzinfarktes um bis zu 50 % vermindern (Quelle: Impulse e.V. Gesundheits- und Präventions-Coach, Studienbrief 11)

Dafür müssen wir uns gar nicht übermäßig verausgaben. Regelmäßiges Ausdauertraining lautet hier das Stichwort. Durch regelmäßiges Ausdauertraining, wie Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren, können wir die Gesundheit des Herzens fördern. 

Auch wenn viele Menschen über unser Gesundheitssystem negativ sprechen, bin ich zutiefst dankbar für die Hilfe, die ich in den letzten 6 Jahren empfangen habe. 

Die Möglichkeit, regelmäßig zur “Vorsorge” gehen zu dürfen, bezeichne ich als Privileg. Wobei ich nicht von Vor- oder Nachsorge spreche, sondern von medizinischen Früherkennungsmaßnahmen. Vorsorge ist für mich viel mehr, es bedeutet für mich, präventiv aktiv zu sein, um eine Sorge gar nicht erst entstehen zu lassen. 

Eine lebenswerte Gegenwart und die begründete Hoffnung auf 

eine lebenswerte Zukunft.

Was ist lebenswert? Und wer entscheidet das, wenn nicht wir selbst?

Sicherlich ist es sehr entscheidend, aus welcher Brille wir auf das schauen, was uns widerfährt. Und oft geht es weniger darum, was uns widerfährt und viel mehr darum, wie wir damit umgehen. Das liegt an unserer Einstellung, und auch die können wir, wie der Name es sagt, neu einstellen. 

Aufgrund meiner Krebserkrankung, meiner Erfahrung als Gesundheits- und Präventionscoach und Coach für mehr Selbstwertgefühl, möchte ich jedem Menschen gerne mitgeben:

  1. Nehmen Sie ärztliche Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch!
  2. Nehmen Sie Ihre Gesundheit in Ihre Hände und checken Sie anhand der sieben Grundbedingungen, wo Sie im Leben gerade stehen. 
  1. Machen Sie sich insbesondere bewusst, wie es um Ihr Selbstwertgefühl steht, denn mit einem gesunden Selbstwertgefühl können Sie alles schaffen!

Worauf warten Sie noch? Werden Sie präventiv aktiv!

Ihr Gesundheits- und Präventionscoach

Shila Driesch 

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hallo, ich bin Shila!

ich bin Shila und dies ist mein 2. Leben. In meinem ersten Leben war ich Diplom Betriebswirtin und Fachberaterin für Finanzdienstleistungen. Aber glücklich – das war ich nicht! Leider fehlte mir damals etwas ganz Entscheidendes: 

Der Mut zur Veränderung!

Bleiben wir in Kontakt!

Wann bist du dabei?

Die Mutlöwin Community

In der Mutlöwin Community bekommst du Zugang zu Frauen, die in ihrem Leben etwas verändern und ihre innere Angsthäsin abschütteln wollen. Das Ziel, das uns alle verbindet, ist die eigene, innere Mutlöwin zu wecken, um mit mehr Selbstbewusstsein ein noch glücklicheres, gesünderes freies und selbstbestimmteres Leben zu führen.
Was du alleine nicht schaffst, das schaffen wir dann zusammen.